GESUNDHEITSVERSORGUNG IM ZURZIBIET

Gesundheitsversorgung im Zurzibiet

 

Die Aufgabenteilung ist gesetzlich verankert: Die Gemeinden sind für die Langzeitversorgung (Alters- und Pflegeheime) verantwortlich, der Kanton für die akutsomatische Versorgung (Spitäler und Kliniken). Beides betrifft unser Zurzibiet.

 

Das Asana Spital Leuggern bietet mit hoher Qualität und persönlicher Betreuung eine umfassende ärztliche Grundversorgung mit spezialisierten Behandlungen im ambulanten und stationären Bereich vor der "Haustüre" der Zurzibieter Bevölkerung. Mit seinem breiten Angebot in der medizinischen Grundversorgung inkl. der Notfallstation und dem Rettungsdienst sowie den bestehenden Kooperationen mit Zentrumsspitälern ist unser Regionalspital die Eingangstüre zur medizinischen Versorgungssicherheit für die Einwohnerinnen und Einwohner des Zurzibiets und angrenzenden Regionen. Im Weiteren bietet das Asana Spital Leuggern 350 Personen einen Arbeitsplatz sowie rund 50 Auszubildenden eine Ausbildungsmöglichkeit in verschiedenen Berufsgruppen. Gerade auch wegen der eher unterdurchschnittlichen Entwicklung des Zurzibiets ist die Wertschöpfung eines Spitals für die Region ein wesentlicher Aspekt, welchen es zu beachten gibt. Ich werde mich mit grösster Überzeugung und unermüdlichem Engagement für "unser Spital" einsetzen, damit für die Zurzibieter Bevölkerung auch in Zukunft die ihr zustehende Versorgungssicherheit - gleichberechtigt mit Zentrumsregionen - gewährleistet ist.

 

Das Gesundheitswesen allgemein und im Speziellen die Akutspitäler werden massiv durch die Politik gesteuert. Die Gesundheitspolitische Gesamtplanung (GGpl), welche das Leitbild des Kantons Aargau für das Gesundheitswesen ist, stammt aus dem Jahre 2010 und wird aktuell überarbeitet. Die politische Debatte im Grossen Rat wird im Jahre 2022 stattfinden. Ein wesentlicher Teil wird die Spitallandschaft des Kantons Aargau sein und somit die Zukunft für unser Regionalspital. Es ist von zentraler Bedeutung, dass die Regionalspitäler weiterhin in der GGpl verankert sind, ansonsten die Gefahr der medizinischen Unterversorgung in Landregionen wie das Zurzibiet besteht. Weitere Folgen wären eine Zunahme der heute schon verstopften Strassen, Land- (Rand-)regionen werden noch mehr "ausgehungert", Verlust einer grossen Wertschöpfung in den Regionen bis hin zum Untergang des "Kantons der Regionen".

 

Ein Zentralisierungs-Diktum durch die Politik schadet schlussendlich dem Patientenwohl. Eine Monopolisierung führt immer zu schlechteren Leistungen und höheren Kosten. Zudem würde dem im Bundesrecht (Krankenversicherungsgesetz KVG) postulierten Grundsatz der Wettbewerbsförderung klar widersprochen.

 

Der medizinische Versorgungsbedarf in den Regionen wird zunehmen. Der medizintechnische Fortschritt schreitet in grossen Schritten voran. Menschen werden älter, die Bevölkerung wächst und es wird in Zukunft einen Hausärztemangel geben. Alle diese Tatsachen führen dazu, dass ein Regionalspital künftig noch eine wichtigere Rolle als bisher inne haben wird.

 

Die Politik muss das Patientenwohl und die Bedürfnisse der Bevölkerung in den Mittelpunkt stellen. In diesem Sinne ist die Spitalplanung gesamtheitlich zu gestalten. Die gesamte Bevölkerung im Kanton Aargau hat Anrecht auf eine schnell zugängliche medizinische Grundversorgung. Deshalb muss ein Denken in Versorgungsräumen erfolgen. Für diese Grundsätze stehe ich ein und werde sie vehement vertreten!

Zusammen mit dem Rad Strassenweltmeister 2015 Rui Costa.